Schwitzhütten

Schwitzhütten

Bildquelle: Carlosh / pixelio.de

Ursprünglich stammen Schwitzhütten aus der Kultur der Ureinwohner Nordamerikas und wurden dort zur Durchführung traditioneller Rituale genutzt. Eine andere Verwendung hatten sie wohl bei den Indios in Mittel- und Südamerika, bei denen die Heilung von Krankheiten und das körperliche Wohlbefinden im Vordergrund standen. Noch heute nutzen viele Indianerstämme Schwitzhütten. Sie danken den Geistern und Ahnen beispielsweise für positive Entwicklungen und die Gesundheit oder bitten um Kraft für kommende Aufgaben. Während der Aufbau einer Schwitzhütte von Stamm zu Stamm unterschiedlich ist, gibt es doch einige Gemeinsamkeiten bezüglich der durchgeführten Rituale. So werden in der Regel zuvor gesammelte Steine in einem Feuer, das in direkter Verbindung zur Sonne steht, zum Glühen gebracht. Nachdem sich die Teilnehmer des Rituals in der Hütte platziert haben, werden diese Steine nach und nach hineingebracht und mit Wasser aufgegossen. Heilige Gebete, Gesänge und/oder rhythmische Begleitung sind üblich.

Der Weg der Schwitzhütten nach Europa

Traditionell werden Schwitzhütten-Rituale ausschließlich von Ritualleitern durchgeführt, die sich der jeweiligen Abläufe und Bedeutungen der einzelnen Reinigungen bewusst sind. Um ein Ritualleiter zu werden, ist eine ausführliche Ausbildung nötig, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. In Europa sind Schwitzhütten bereits seit der Eroberung weiter Teile Nordamerikas im 16. Jahrhundert bekannt. Es dauert allerdings bis zu den 1990er Jahren, ehe man sich auch hierzulande der Heilkräfte dieser Rituale bewusst wurde.

Erlebnis Schwitzhütte

Die Teilnahme an einem Schwitzhütte-Ritual ist ein unvergessliches Erlebnis, an dessen Ende wir uns wie ein neuer Mensch fühlen. Am ehesten noch lässt sich die Schwitzhütte mit einer nordischen Sauna vergleichen, welche jedoch keinerlei spirituellen Bezug hat. Das Zusammensein in einer Schwitzhütte erlaubt es uns, in einem angenehmen Ambiente auch über unsere tiefsten Ängste und Emotionen zu sprechen und uns so Dinge von der Seele zu reden, die uns schon lange auf dem Herzen liegen.

Außergewöhnlich ist ein Schwitzhütten-Ritual auch aus dem Grund, weil wir auch mit bis dato fremden Menschen sofort eine innige Verbindung aufbauen können. Wer sich voll auf dieses Erlebnis einlässt, kann in seinem Körper vollkommen neue Energien freisetzen und von diesen dann auch im Alltag profitieren. Je nach Ausführung ist das Ziel eines solchen Rituals die innere Reinigung, die mit einer Wiedervereinigung des Geistes einhergeht. Das dabei erlebte Gefühl wird nicht nur als Wiedergeburt beschrieben, sondern fühlt sich auch genau so an. Die erstmalige Teilnahme an einem Schwitzhütte-Rituale lässt uns diesen Ort als vollkommen neuen Menschen verlassen. Die große Hitze innerhalb der meist mithilfe von Ästen und Decken errichteten Hütte ist zu Beginn etwas ungewohnt, doch wer sich darauf mit Körper und Geist einlässt, wird dafür am Ende belohnt. An kaum einem Ort fällt es so leicht, in direkten Kontakt mit Ahnen und Geistern zu kommen.

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