Räuchern

Räuchern

Bräuche, Sitten und Rituale – die Geschichte des Räucherns

Beim Verräuchern unterschiedlicher Dinge wie zum Beispiel Harze, Hölzer, Räucherstäbchen oder Kräuter handelt es sich um eine Tradition, die fast so alt ist wie die Menschheit selbst. Vor dem Räuchern war das Feuer, das Steinzeitmenschen in allererster Linie als Wärme und Schutz vor wilden Tieren diente. Im Laufe der Zeit hatten die Menschen der Steinzeit zahlreiche weitere Vorteile des Feuers erkannt. So faulten tierische Felle, die in den primitiven Höhlen aufgehängt waren, nicht mehr und selbst Speisen ließen sich hierdurch hervorragend zubereiten. Geräuchert wird seit Jahrtausenden und nahezu alle Hochkulturen entwickelten hieraus ihre eigenen Traditionen, um Nahrungsmittel haltbarer zu machen, die Luft in Räumlichkeiten zu verbessern oder böse Geister fernzuhalten.

Die Geschichte des Räucherns von der Vergangenheit bis in die Gegenwart

Das Räuchern darf mit Stolz auf eine lange Tradition zurückblicken, denn so alt wie die Menschheit ist auch das Räuchern in seinen unterschiedlichsten Variationen. Selbst in der Steinzeit wurden auf speziellen Altären Räucherzeremonien oder Rituale abgehalten, wobei diese vorwiegend dem Schutz dienten. Die Kelten besaßen hierfür einen eigenen Hausaltar, der gefüllt mit Opfergaben war und gleichzeitig zum Räuchern diente.

Diese Traditionen zogen sich durch alle Zeitepochen bis hin zur heutigen Gegenwart, denn auch heute noch dient Räuchern zum Beispiel mit Räucherstäbchen oder Räucherkerzen zur Reinigung und Desinfektion von Räumlichkeiten. In gewissen Regionen wird durch das Verräuchern von speziellen Kräutermixturen versucht den Körper und Geist eines Menschen positiv zu beeinflussen. Geräuchert wurde oder wird zu ganz bestimmten Zeiten wie zum Beispiel Weihnachten, Taufen oder Hochzeiten, wobei jedes einzelne Ritual einen ganz bestimmten Zweck erfüllen soll. In zahlreichen Regionen Asiens, darunter China, Tibet oder Japan wird das Räuchern als wichtiger Bestandteil des ganz normalen Alltags angesehen. Hierbei stehen insbesondere Aspekte von sakralen, zeremoniellen, heilenden sowie ritualen Zwecken im Vordergrund, wobei stets darauf geachtet wird, das Verräuchern von Kräutern oder Räucherstäbchen an einem speziell dafür vorgesehenen Platz zu praktizieren.

Die verschiedensten Arten des Räucherns

Hier in Europa bekommt man Zutaten, welche für ein traditionelles Räuchern erforderlich sind in Kräuterläden, Räucherstövchen und -kohle gibt es in Esoterikläden oder im Internet. Auch die Natur bietet natürlich eine ganze Menge Gaben, wie zum Beispiel Kräuter, Hölzer oder Harze, die sich nach Wunsch zusammenstellen lassen. Die Praxis zeigt, dass sich zum Verräuchern nahezu alle Naturprodukte, darunter Kräuter, Tees, Hölzer oder Harze, eignen, die einen guten Duft erzeugen, um heilende, beruhigende sowie wohltuende Einflüsse auf das allgemeine Wohlbefinden auszuüben. Anders ist es hingegen bei Ritualen oder Zeremonien, welche zum Schutz vor bösen Geistern, Krankheiten sowie anderen Gefahren durchgeführt werden.

Räuchern stellt eine faszinierende Art dar, um Entspannung und Ruhe finden zu können. Die Wirkungen der unterschiedlichen Räucherungen reichen der Abwehr von Insekten über die Heilkraft bis hin zu zeremoniellen und emotionalen Aspekten.

Buchtipp:

Huber, Franz X. J.; Schmidt, Anja: Das große Buch vom Räuchern. ISBN 978-3-8434-3028-9. Schirner Verlag. Taschenbuch: 16,95 €

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