Pilze

Bildquelle: Stefan Heerdegen / pixelio.de

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Aus biologischer Sicht sind Pilze Lebewesen, die über ein Zellskelett und über Mitochondrien verfügen. Neben Tieren und Pflanzen nehmen Pilze einen eigenen Bereich ein. Die Vermehrung erfolgt bei Pilzen sowohl geschlechtlich als auch ungeschlechtlich, also beispielsweise durch Sporen. Botanisch werden Pilze als Fungi, abgeleitet vom lateinischen Wort fungus, was ebenfalls Pilz bedeutet, bezeichnet. Unterteilt werden die Pilze in giftige und ungiftige, wobei Letztere auch gern gegessen werden. Schon in früherer Zeit sind die Leute in den Wald gegangen und haben Pilze gesammelt. Diese wurden entweder gekocht und gegessen oder auch getrocknet, um sie für den Winter haltbar zu machen. Beides Varianten, die auch heute noch so genutzt werden. Pilze wurden und werden auch als Heilmittel verwendet, was vor allem China eine lange Tradition hat. Pilze spielten ebenfalls in der Magie eine bedeutende Rolle. Vor allem solche, die halluzinogene Wirkstoffe, wie Psilocybin und Psilocin enthalten. Sie wurden bei der Herstellung von Flug- oder Hexensalben verwendet und riefen Wahnvorstellungen hervor. Man glaubte, dass Hexen sie verwendeten, um dann fliegen zu können. Weiterhin fanden sie noch bei rituellen Handlungen, beispielsweise als Opfer für Götter, Verwendung. Pilze findet man fast überall in der Natur, vorwiegend jedoch im Wald. Je nach Art wachsen sie aber auch auf Feldern oder Wiesen. Sie werden hauptsächlich im Herbst geerntet. Beim Ernten werden sie oberhalb der Wurzel abgeschnitten. Diese sollte im Wald zurückbleiben, damit wieder ein neuer Pilz wachsen kann.

Pilze und ihre Besonderheiten

Um mit Pilzen zusammenzuarbeiten nutzt man sie meist als Gewürz. Man kann sie auch zum Räuchern verwenden. Diese Tradition stammt von den Indianern Nordamerikas, die sich dazu großer Bovisten bedienten. Aus magischer Sicht gehören Pilze zu den Erdwesen. Sie sind mit der Erde und der Natur fest verwurzelt. Zudem symbolisieren sie die Jahreszeit Herbst. So finden sie oftmals bei Ritualen in dieser Zeit Verwendung. Bei den ungiftigen gibt es die sogenannten Speisepilze, die schmackhaft sind und sich zum Verzehr eignen. Da Pilze dem Erdreich zugeordnet werden, haben sie vor allem eine bodenständige und erdende Art. Sie helfen den Menschen dabei, die ursprüngliche Verbindung zur Natur wiederzufinden. Gerichten geben sie ein würziges Aroma und schaffen so einen perfekten Übergang in die kühle Jahreszeit. Giftige Pilze, wie zum Beispiel der gut bekannte Fliegenpilz mit seinem roten Hut, spielen in der Magie eine bedeutende Rolle. Diesen Pilzarten wurden vor allem schlechte Eigenschaften nachgesagt. Man glaubte, sie könnten Wahnvorstellungen auslösen oder Menschen verzaubern. Mittlerweile werden viele Pilze auch zu Heilzwecken eingesetzt. Möchte man mit Pilzen arbeiten, sollte man sich sehr gut auskennen, da es sehr viele verschiedene Arten gibt und so natürlich auch die Verwechslungsgefahr groß ist. Im Zweifelsfall sollte der Pilz lieber im Wald bleiben. Zudem sollte man sorgsam und respektvoll mit ihnen umgehen. Die Wurzel bleibt im Wald, sodass wieder ein neuer Pilz wachsen kann und man sollte Pilze auch nie achtlos zertreten.

Buchtipp: Heinrich, Clark: Die Magie der Pilze– Diederichs, 1998. ISBN 978-3424013962, 24,50 €

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