Ostara

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

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Ostara ist auch als Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche bekannt. Gefeiert wird es am 21. März. Ostara ist die germanische Frühlingsgöttin und wie es der Name bereits erahnen lässt, wurde aus dem heidnischen Fest der Ostara das heutige christliche Osterfest. Dieses fällt in dieselbe Jahreszeit, aber nicht auf dasselbe Datum. Allerdings orientiert es sich ebenfalls am Stand des Mondes. Dieser spielt hier eine bedeutende Rolle. So fällt Ostern auf den ersten Sonntag, der dem ersten Vollmond der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche folgt. Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist heute etwa gleich mit dem Frühlingsanfang. Von nun an werden auch die Tage wieder deutlich länger. Traditionell wurden die Felder zu dieser Zeit vorbereitet. Dieser Brauch wird heute noch mancherorts mit der christlichen Feldweihe begangen. Im heidnischen Glauben war es die Göttin Ostara, die den Frühling brachte. Die Natur erwacht wieder. Vögel singen und die ersten Blumen sprießen. Die Tage werden länger und es kommen wieder mehr Licht und Sonne. Dargestellt wird die Göttin oft in Begleitung eines Hasen und mit einem Schlüssel. Dieser öffnet das Tor für den Frühling. In diesem Zusammenhang sind die Schlüsselblumen als Frühlingsblumen bekannt. Da Eier und Hasen typische Ostersymbole waren, wurde zu späteren Zeiten der Osterhase erfunden, welcher schließlich die Eier brachte.

Wie feiert man das Fest der Ostara?

Heute werden viele der früheren Bräuche und Symbole noch verwendet. So ist der Osterhase ein Symbol der Fruchtbarkeit, der gleichzeitig auch die Wiedergeburt der Natur im Frühling darstellt. Ebenso wie das Osterei. Ein alter Brauch ist es auch in dieser Nacht den Mond sehr genau zu betrachten. Er zeigt mit etwas Fantasie das Bildnis eines Hasen. Schon in alten Zeiten wurden an diesem Tag Ostereier verschenkt. Sie zeigen den nahen Frühling an. Schließlich legen Vögel im Winter keine Eier und so sind die Ostereier heute noch das Zeichen des wiederkehrenden Lichts. Ein heidnischer Brauch, der heute noch begangen wird, sind die berühmten Osterfeuer. Ein Sprung darüber verspricht nicht nur ein erfolgreiches Jahr, sondern auch Glück und Gesundheit. Symbolisch wird mit dem Feuer zudem der Winter verbrannt und so endgültig vertrieben. Sogar die Asche des Osterfeuers soll segensbringend sein. Nimmt man sie mit in das eigene Haus, ist dieses ein Jahr vor Unglück und Blitzschlag geschützt. Vor allem in Süddeutschland ist es üblich Feuerräder den Berg hinunter zu rollen. Dies ist ein ähnlicher Brauch, wie die Osterfeuer. Sehr traditionell ist auch das Holen von Osterwasser. Dabei darf man allerdings kein Wort sprechen. Noch vor Sonnenaufgang muss es aus einer Quelle geholt werden. Wäscht man sich dann mit diesem Wasser, soll es Heilung und Schönheit bringen. Typisch ist zudem das Backen eines Osterzopfes. Dieser war ursprünglich der Frühlingsgöttin Ostara geweiht. Auch heute werden in den meisten Fällen zu Ostern noch Eier bemalt und verschenkt. Traditionell sind weiterhin die verschiedenen Osterbäckereien, wie der Osterzopf oder der Osterkranz. Viele der alten Bräuche haben sich gehalten und werden heute noch praktiziert.

Buchtipp:
Ulbrich, Björn und Romana: Ostara – Zeremonien und Brauchtum zu Fasnacht, Ostern und Hohe Maien. Hintergründe der Jahreskreisfeste und Leitfaden zu ihrer Ausgestaltung. Arun-Verlag, 2009. Taschenbuch, ISBN: 978-3-935581-13-4, 19,95 €.

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