Nachtkerze

Nachtkerze

Bildquelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Nachtkerzen sind ein wahres Zaubermittel. Sie sind reich an Gamma-Linolensäure: Dieses reguliert weibliche Sexualhormone und gleicht diese aus. Sie verbessert zahlreiche stoffwechselbedingte Hauterkrankungen.

Vielseitig und anspruchslos
Die Gemeine Nachtkerze, Oenothera biennis, ist eine zweijährige Pflanze – bei uns vor allem als Zierblume bekannt. Im Volksmund heißt sie Schinkenkraut oder Rapontikawurzel. Im ersten Jahr bringt die Pflanze eine eng am Boden anliegende Blattrosette hervor. Aus dieser wächst im zweiten Jahr ein ca. 150 cm langer Stängel mit einem Blütenstand mit gelben Blüten heraus. Zur Fruchtreife entwickelt die Nachtkerze Kapseln mit zahlreichen unregelmäßigen grauen Samen.
Nachtkerzen wachsen an Wegrändern, Bahndämmen, Böschungen und Schutthalden. Sie lieben es sonnig, trocken und kalkhaltig. Man sammelt die blühenden Sproßspitzen im Juni/Juli – zu Beginn der Blütezeit und vor dem Fruchtstand. Etwa 10 bis 20 cm unterhalb der Blüten wird geschnitten. Das Sammelgut wird in dünnen Schichten im Schatten getrocknet und in Papier- oder Stoffsäckchen aufbewahrt.

Von Nordamerika nach Europa
Die aus Nordamerika stammende Nachtkerze ist seit dem 17. Jhd. in Europa heimisch. Verwendung fand sie zunächst als Zierpflanze, Heilpflanze und Küchenkraut. Erst phytopharmazeutische Forschungen brachten die einzigartige Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe ans Licht.
Nachtkerzen gelten als entzündungshemmend, sedativ, krampflösend und hustenlindernd. Hierfür verantwortlich sind enthaltende Phytosterine, Pflanzenschleim, Tannine und Harze. Zur inneren Anwendung werden die blühenden Sproßspitzen mit Wasser aufgegossen. Die Abkochung dient zu Waschungen und Kompressen betroffener Stellen.
Aus den Samenkörnern dagegen wird Nachtkerzenöl gewonnen mit Gamma-Linolensäure und ungesättigten Ölsäuren. Besonders gut wirkt Nachtkerzenöl bei stoffwechselbedingten Hautirritationen, Allergien, Multipler Sklerose und rheumatischen Beschwerden. Aber auch bei übersteigerter Unruhe. Es kommt innerlich und äußerlich zur Anwendung und ist für jeden Hauttyp geeignet. Zahlreiche Hautpflegemittel enthalten Zusätze von Nachtkerzenöl – es verbessert sichtbar das Hautbild. Nachtkerzenöl ist ca. ein Jahr lang haltbar und sollte kühl und dunkel gelagert werden.

In Küchen- und Bauerngärten
Nachtkerzen dürfen in keinem Kräutergarten fehlen – sie gelten als wahres Kraftpaket. Bereits die Ureinwohner Amerikas kannten und schätzten ihre Heilwirkung. In Europa kamen die essbaren Wurzeln der Nachtkerze als Gemüsepflanze auf den Tisch – daher der Name „Schinkenwurz“. Gerne gesehen ist die Nachtkerze auch heute noch in Bauerngärten – wegen ihrer heilenden und dekorativen Wirkung. Die Wurzeln erntet man im Herbst – sie lassen sich wie Pastinaken zubereiten. Alle Pflanzenteile der Nachtkerze sind essbar: Blätter, Blüten und Samen.

Spirituelle Energiewirkung
Als nachtaktive Pflanze sagt man der Nachtkerze nach, dass sie hilft, Schatten und Verdrängtes zu beleuchten, zu verstehen und Lösungen zu finden. Geschehenes wird angenommen und ein neuer Anfang gefunden. Ihre erhellende Schwingung schenkt Schutz und eine klare Vision des Kommenden. Besonders auf das Stirnchakra wirkt sie positiv. Den Indianern brachte sie Glück bei der Jagd und schützte vor Schlangen.

Die Nachtkerze ist den Planeten Saturn und Merkur zugeordnet und dem Element Feuer.

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