Mistel

Mistel

Quelle: Frank Lülsdorf / pixelio.de

Die Mistel trägt die lateinische Bezeichnung Viscum album. Schon immer galt sie als eine geheimnisvolle Pflanze mit großen Fähigkeiten. Sie ist besonders im Winter gut sichtbar und wird in dieser Saison geerntet. Zu dieser Zeit sind die Bäume kahl und die Mistel ist an ihrer kugelförmigen Wachstumsart gut zu erkennen.

Besonders für die Druiden war die Mistel von sehr großer Bedeutung. Schon das Ernten dieser Pflanze war eine wichtige Prozedur. So wurden Misteln ausschließlich bei Vollmond während eines Rituals geerntet. Dazu musste eine goldene Sichel verwendet werden, mit der nichts anderes geschnitten werden durfte. Auch durfte sie um keinen Preis auf den Boden fallen. Da sie in diesem Fall ihre gesamte Wirkung verlieren würde, hatten die Druiden ein weißes Tuch dabei, in das sie die Misteln fallen ließen. Allein schon auf Grund ihrer magischen Fähigkeiten und des besonderen Ernteverfahrens war sie als Allheilmittel angesehen.

Die Zigeuner machten sich die magischen Fähigkeiten der Misteln zu nutze und stellten viele gesundheitsfördernde Präparate daraus her. Es breiteten sich auch viele Bräuche um die magische Pflanze aus. Die Mistelzweige werden als Weihnachtsschmuck oder zur Wintersonnenwende gern über die Haustür gehängt. Dort sollen sie das Haus vor Schäden bewahren. Wenn sich Menschen unter den Mistelzweigen küssen, wird ihnen eine glückliche Beziehung zugesagt. Hauptsächlich wird die Mistel heute in der Medizin gegen Krebs und bei Bluthochdruck eingesetzt. Allerdings kann sie auch bei Kopfschmerzen, Wechseljahresbeschwerden, Ekzemen, Schwindel, Verstopfung, Nervenschwäche oder Rheuma eingesetzt werden.

Die magischen Fähigkeiten der Mistel

Schon weil sie hoch oben auf den Bäumen wächst und immergrün ist, gilt die Mistel als magische Pflanze. So sollte sie vor Feuer oder Schaden schützen und gleichzeitig böse Geister und Hexen abwehren. Wer sie geschenkt bekommt, dem ist ebenfalls großes Glück garantiert. Schon sehr früh in der Geschichte werden ihr magische Fähigkeiten nachgesagt. Im antiken Griechenland war sie die goldene Zauberrute des Äneas, in der Edda spielt sie eine Rolle und natürlich kommt sie auch bei den Druiden aus Gallien und Britannien als wichtige Zauberpflanze vor. Vor allem für die Druiden war die Mistel die heiligste Zauberpflanze überhaupt. Sie stand in direkter Verbindung zu den Göttern und wenn sie auf einem Baum wuchs, waren die Götter anwesend. Die Druiden waren es, die daraus einen kräftigenden Trank herstellten und die Mistel schließlich über den Türen verteilten. So entstand dieser alte Brauch.

Bei uns wird die Mistel heute vorwiegend als Tee oder in Tinkturen eingesetzt. Bei der Ritualarbeit ist sie von großer Bedeutung. Sie unterstützt Rituale, die sich um Wohlstand, Erfolg, Anerkennung, Gerechtigkeit, Zuversicht und Großzügigkeit drehen. All diese Eigenschaften werden der Mistel zugeschrieben, da sie eine starke dem Jupiter zugeordnete Pflanze ist. Allein schon die Anwesenheit der Mistel macht ein Ritual wirkungsvoll.

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