Mein Geistzwilling – die „Weisse Eule“

Geistzwilling…All dies hatte ich erst im Ansatz verstanden, als ich Anfang Juni 1996 den Hang oberhalb des Wildmandlisloch im Oberen Toggenburg hinaufging. Ich bewegte mich absichtslos und ließ mich von unbekannten und unsichtbaren Kräften leiten. Ich hielt oft inne und lauschte auf die Geräusche um mich herum und in meinem Inneren. Ich war auf Visionssuche und hoffte, Informationen über mich selbst zu erhalten. Es war sehr warm, doch die Bergmatten waren feucht. Am Tag zuvor hatte es geregnet.

Die Begegnung mit dem Geistzwilling

Auf einmal schauderte es mich. Ich drehte mich um, denn ich hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Das, was ich sah, war nicht von dieser Welt, das war mir bewusst, auch wenn ich das etwa faustgroße Ei deutlich mit offenen Augen sah. Meine Haare stellten sich auf, und ich starrte wie gebannt auf das Ei. Nun riss die Schale, etwas pickte von innen, ein Stückchen der Schale fiel ab. Ich sah etwas Dunkles, das versuchte, sich seinen Weg nach draußen zu bahnen. Mit einem Mal brach die Schale auseinander, und zwei Schlangen wanden sich aus dem geborstenen Ei.
Zu meinem Entsetzen kroch die eine auf mich zu, die andere suchte sich einen anderen Weg. In der Bewegung veränderten sich beide Schlangen zu menschliche Wesen, und das Wesen, das auf mich zukam, nahm nun ganz und gar mein derzeitiges Aussehen an. Als es mich erreicht hatte, trat es, ohne zu zögern, in mich ein und verschmolz mit mir….

In diesem Buch könnt Ihr weiterlesen:
Weisse Eule von Adrian Osswald

Hinterlassen Sie einen Kommentar





%d Bloggern gefällt das: