Lindenleute

Mip und die Baumleute

Buchcover „Mip und die Baumleute“

Auf meiner Hand kitzelt etwas. Dort sitzt eine Biene. Ich erschrecke nun doch ein bisschen. Will sie mich stechen? Aber dann höre ich ein feines, summendes Stimmchen:
„Das ist das beste Gasthaus hier in der Gegend, sehr zu empfehlen! Hast du den duftenden Nektar schon gekostet? Er ist ganz frisch! Dazu gibt es würziges Blütenpollenbrot.“
„Nein, und ich fürchte, ich bin zu groß für die kleinen Blüten. Aber der Honig, den ihr daraus macht, ist sehr lecker, Frau Biene. Ich hatte ihn heute Morgen auf meinem Frühstücksbrot“, sage ich. „Dankeschön“, füge ich noch hinzu; denn zu Bienen sollte man immer höflich sein.
Ssssssssssss, fliegt sie wieder in die summende, brummende Baumkrone hinauf, zur Lindenwirtin.

Weil mich die Hitze so müde macht, strecke ich mich im Gras aus. Das Bienenvolk singt mich in den Schlaf.

Als ich aufwache, ist es schon dunkel. Am Himmel hängt ein großer, runder, lindenblütenhoniggelber Mondball und beleuchtet die Wiese.
Plötzlich höre ich Stimmen auf der anderen Seite des Baumes, am Brunnen. Ich stehe auf und schleiche durch das Gras zu der Linde. Als ich vorsichtig um den Stamm herum luge, sehe ich eine Frau und einen Mann. Sie haben die Arme umeinander gelegt und unterhalten sich leise.
Ich spitze die Ohren….

 

… weiter geht es in dem Buch:

Mip und die Baumleute

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