Die Birke

Bildquelle: neurolle - Rolf / pixelio.de

Bildquelle: neurolle – Rolf / pixelio.de

Schon früher war die Birke ein Baum, dem besondere Kräfte zugesprochen wurden. So symbolisierte er die Fruchtbarkeit und spielt bis heute vor allem im Frühling eine bedeutende Rolle. Dies spiegelt sich auch in altem Brauchtum wieder. So werden bis heute in dörflichen Regionen Maibäume aufgestellt. Dabei handelt es sich immer um Birken. Sie stehen für den Frühling und die Fruchtbarkeit und die Menschen feiern darunter die Maifeste. Der wissenschaftliche Name des Baumes ist Betula alba, was auf die weiße Rinde anspielt. Im Volkstum wird die Birke aber auch noch als Maibaum, Besenbaum oder Hexenbesen bezeichnet. Dabei gehen die beiden letzteren Namen darauf zurück, dass früher die Reisigbesen aus Birkenzweigen gebunden wurden.

Die Birke symbolisiert den Anfang. Ist sie doch einer der ersten Bäume, die im Frühling Blätter bekommen. Im Frühling werden auch die Blätter gesammelt oder der Saft abgezapft. Ursprünglich kommt der Baum aus den nordischen Regionen, allerdings ist er mittlerweile fast überall in Europa heimisch. Dabei kommt er in Mischwälder ebenso oft vor, wie in Birkenhainen und sogar in Großstädten. Früher nutze man die Kraft des Baumes, um Dämonen und böse Geister zu vertreiben oder fern zu halten. So sollten Birken vor dem Haus gepflanzt, vor allem kleine Kinder schützen. Zum selben Zweck wurden früher auch Kinderwiegen aus Birkenholz gefertigt. Dämonenbefallene Orte wurden mit Birkenzweigen geschlagen. In ländlichen Regionen stellen heute noch junge Männer in der Nacht zu Beltane der Liebsten ein kleines Birkenbäumchen vor die Tür. Heute gilt es als Liebesbeweis, früher glich der Brauch einem Heiratsantrag.

Wie man mit der Birke zusammen arbeitet

Die Blätter der Birke kommen oft in der Medizin zum Einsatz. Dort werden sie überwiegend für die Nieren und die Blase verwendet, aber auch Haut- oder Haarprobleme werden damit behoben. Traditionell wird dafür im Frühling der Birkensaft abgezapft. Er soll bei schütterem Haar oder Haarausfall helfen. Außerdem werden der Birke blutreinigende und harntreibende Wirkungen zugeschrieben. Möchte man mit der Birke arbeiten können die Blätter für Tee genutzt werden. Dieser soll bei Rheuma, Gicht und Stoffwechselerkrankungen helfen. Bei Hautkrankheiten kann der Tee zudem für Bäder oder Waschungen genutzt werden. Dafür eignet sich allerdings auch eine Abkochung aus Birkenrinde.

Die Birke verfügt zudem über reinigende Eigenschaften. So werden beispielsweise beim symbolischen Auskehren des Hauses mit dem Reisigbesen alle negativen Energien und bösen Geister vertrieben. Dieser Brauch wurde schon früher von den Menschen genutzt und hat sich bis heute gehalten. Der traditionelle Hexenbesen ebenfalls aus Birkenruten. Er soll bei weißmagischen Arbeiten unterstützen. Sogar bei der Runenmagie spielt die Birke eine Rolle, denn ihr ist die Rune Berkano zugeordnet. Natürlich eignet sich die Birke ebenfalls für magische Räucherungen. Sie soll helfen Altes loszulassen und Neuanfänge begünstigen. Weiterhin bringt sie positive Energie ins Haus und wirkt schützend. Zum Räuchern sollte Birkenrinde verwendet werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar





%d Bloggern gefällt das: