Birkenleute

BirkenleuteThermoskanne mit Tee auspacken, die Käsebrote dazu. He, wer wirft da mit Dreck? Jetzt ist doch glatt ein Rindenstückchen mitten auf dem Käse gelandet, und nun purzeln auch noch zwei, nein drei grüne Blättchen in den Tee, den ich mir in meinen Plastikbecher gegossen habe. Ich lege den Kopf in den Nacken und schaue nach oben. Irgendetwas Kleines klammert sich über mir an den dünnen Zweigen fest und schaukelt daran hin und her.

„Mimimi“, zirpt ein feines Stimmchen. Mip – natürlich, wer sollte es auch anders sein?
„Komm runter, du schmeißt mir sonst lauter Stückchen vom Baum in den Tee!“
Schneller als ein Eichhörnchen saust Mip an dem weißen Stamm nach unten. Er schaut in meinen Teebecher und nickt.
„Birkenblatttee. Leckerlecker!“
„Meinst du?“, frage ich misstrauisch. „Na gut, ich probier mal. Hmm – schmeckt gar nicht so schlecht.“

Mip hüpft auf die Bank und steckt seine Nase fast in den Becher. Dann zeigt er mit seinem dünnen Fingerchen auf den Tee.
„Guguck!“
Ich verstehe nicht, was er meint. Was gibt es denn in dem Tee zu sehen außer den Blättchen, die darin schwimmen? Die Birke spiegelt sich darin und ein Stück Himmel. Die Zweige tanzen. Alles dreht sich. Aber das sind ja gar keine Zweige – es sind fliegende Haare! Das ist ja gar kein heller Baumstamm – es ist ein Mädchen in einem weißen Kleid….

… weiter geht es in dem Buch Mip und die Baumleute

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