Beltane

Beltane

Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de

Beltane wird in der Nacht zum 1. Mai gefeiert. Das Fest ist auch unter dem Namen Walpurgisnacht bekannt. Typisch sind die Maifeuer, welche auch heute noch in der Nacht vielerorts entzündet werden. Das Fest hat einen heidnischen Ursprung. Die Kirche nannte es deshalb in Walpurgisnacht um, da es an die heilige Walburga erinnern sollte. Die Feuer sollten reinigen und vor Krankheiten schützen. Schließlich galt Walburga als Schutzheilige vor Seuchen und Krankheiten. Heute findet man oftmals die Bezeichnung „Tanz in den Mai“. Gefeiert wird in dieser Nacht ausgiebig und den Höhepunkt bildet der Tanz um das Feuer mit dem Sprung darüber. Der Tanz erfolgt immer entgegen dem Uhrzeigersinn. Im irischen Kalender steht Beltane für den Beginn des Sommers. Es zeigt an, dass die Kraft der Natur nun wieder stark zunimmt und steht für den Sieg des Sommers über den Winter.

Bei den Kelten war es eines der wichtigsten Jahreskreisfeste. Deshalb feierten die Menschen es ursprünglich in einer Vollmondnacht (in diesem Jahr wäre das in der Nacht vom 3. auf den 4. Mai). Später wurde Beltane auf die Nacht vom 30. April zum 1. Mai verlegt. Bei den Kelten wurden an diesem Tag die Viehherden von den Druiden zwischen den Feuern hindurch getrieben, um diese vor Krankheiten zu schützen.

Beltane Bräuche

Ein traditioneller Ort, wo bis heute jedes Jahr das Beltane-Fest begangen wird, ist der Brocken im Harz. Auf dem Hexentanzplatz treffen sich die Menschen, um miteinander zu feiern. Früher glaubte man, dass sich in dieser Nacht die Hexen mit dem Teufel trafen und wilde Orgien und Gelage feierten. Dabei kamen noch Zaubertränke und Flugsalben zum Einsatz, welche die Feiernden in eine Art Trance versetzen sollten.

Den Ruf einer wilden Orgie erlangte das Beltane-Fest, da die Feiernden meist nicht bekleidet waren. Damit sollte der Göttin Luna under der Weiblichkeit gehuldigt werden. Die Hexen ritten auf dem Besen, der den Phallus symbolisierte und somit die Fruchtbarkeit darstellte. Ein Widder, der durch seine Hörner für die Unterwelt stand, wurde an einen Baum gebunden. So wollte man zeigen, dass die Unterwelt in ihre Schranken gewiesen wird.

Von Beobachtern wurde jedoch das genaue Gegenteil empfunden und es verbreitete sich die Geschichte, dass sich die Hexen mit dem Teufel trafen und wilde Orgien abhielten. Da die Kirche am Beltane-Fest Anstoß nahm, kann man hier auch Verbindungen zur Hexenverfolgung erkennen. Es gibt heute noch viele Bräuche zum 1. Mai. Beispielsweise werden an diesem Tag die Maibäume aus dem Wald geholt und aufgestellt. Dabei handelt es sich meist um Birken, welche den Frühling und die Fruchtbarkeit symbolisieren.

Heute werden diese Feuer oft in Gesellschaft entzündet. Es wird gefeiert, musiziert und getanzt. Oft springen die Menschen ebenfalls noch über das Feuer und tanzen darum. Eine interessante Lektüre zur Walpurgisnacht ist das Buch Walpurgisnacht: Von fliegenden Hexen und ekstatischen Tänzen von Christian Rätsch.

Buchtipp (Affiliate-Link):
Rätsch, Christian: Walpurgisnacht: Von fliegenden Hexen und ekstatischen Tänzen.

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar





%d Bloggern gefällt das: