Beinwell

Eine der ältesten und bei stumpfen Verletzungen kräftigsten Heilpflanzen ist der Beinwell.

Beinwell

Beinwell

Beinwell ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse. Er ist vor allem auf feuchten Böden zu finden, also zum Beispiel in Senken oder an Wasserläufen. Beinwell wächst schon früh im Jahr, und dann sehr schnell. Seine Blätter sind groß und rau behaart und laufen am Stängel hinab. Zerdrückt man die Blätter, tritt ein milchiger Saft aus. Der Geruch der zerriebenen Blätter erinnert an Gurken. Die Blüten des Beinwell sind violett, gelblich oder weißlich und hängen in kleinen Trauben von der Pflanze herab. Für heilkräftige Zwecke werden vor allem die Wurzeln des Beinwell verwendet. Sie sollten entweder im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr gesammelt werden.

Der Name „Beinwell“ bedeutet in etwa „Knochen wachsen zusammen“. Auch der botanische Gattungsname „Symphytum“ bedeutet „zusammenwachsen“. Tatsächlich kann Beinwell beim Behandeln von stumpfen Verletzungen aller Art hilfreich sein. Prellungen, Quetschungen, sogar Knochenbrüche heilen durch Beinwell schneller und schmerzärmer. Auch Krampfadern, Arthrose oder Verspannungen im Rücken oder Nacken können mit Beinwell gelindert werden. Er wirkt abschwellend und entzündungshemmend und regt außerdem das Zellwachstum an. Gleichzeitig lindert er Schmerzen, die durch Verletzungen entstehen. Beinwell wird vor allem äußerlich angewendet, also in Form von Salben und Tinkturen. Von der inneren Anwendung wird abgeraten, weil Beinwell Stoffe enthält, die in größeren Mengen gesundheitsschädlich sein können. Auch auf offenen Wunden wird die Pflanze deshalb nicht angewendet. In Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie auf die Anwendung von Beinwell ganz verzichten.

Um eine Beinwelltinktur herzustellen, schneide die frische, gründlich gewaschene Wurzel klein und geb sie in ein Schraubglas. Füll das Glas mit Alkohol auf, bis die Pflanzenteile bedeckt sind. Ein hochprozentiger Schnaps aus dem Supermarkt eignet sich schon. Stell das Glas auf die Fensterbank und schüttel es alle zwei bis drei Tage kräftig. Nach drei bis vier Wochen kann man die Tinktur abseihen und in eine saubere Flasche füllen. Man kann die Beinwelltinktur ein bis zwei Jahre lang in Form von Umschlägen anwenden.

Verwende für eine Beinwellsalbe 50 Gramm Beinwellwurzeln, 50 Milliliter Olivenöl, 7 Gramm Lanolin und 3 Gramm Bienenwachs. Schmelz das Lanolin in einem Topf und gib dann das Öl dazu. Mische die klein geschnittenen Wurzeln unter und erhitze sie 20 Minuten lang unter ständigem Rühren. Die Mischung soll nicht ganz, aber fast kochen. Nach 20 Minuten muss man die Mischung durch ein Tuch sieben, es ordentlich ausdrücken und zurück in einen sauberen Topf gebem. Das Wachs wird nun im Wasserbad geschmolzen und unter die Lanolin-Öl-Mischung gerührt. Erhitze die Salbe noch einmal kurz und gib Sie sie dann in Salbentöpfchen. Dieses Rezept ergibt etwa 60 Milliliter Salbe, die bis zu einem Jahr haltbar ist.

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