Beifuss – ein Pflanze mit Potential

© behewa - Fotolia.com

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In früheren Zeiten sahen die Menschen den Beifuss als „Mutter aller Kräuter“, sie setzten ihn gegen Frauenbeschwerden ein und erkannten seine Wirksamkeit bei Verdauungsproblemen. Dem Korbblütler sprachen sie außerdem magische Schutzeigenschaften zu.

Unscheinbare Heilpflanze
Die Pflanze wird bis zu zwei Meter hoch – in besonders guten Lagen sogar noch größer. Sie enthält eine Reihe ätherischer Öle, von denen Kampfer und Thujon die größten Anteile ausmachen. Der Beifuss ist leicht filzig behaart, seine Blätter fächern sich fiedrig auf. Das Kraut besitzt kleine Blütenkörbchen, die in Summe aus 15 bis 30 Einzelblüten bestehen. Sie können eine leicht rötliche oder weißliche Färbung aufweisen und bilden rispige Blütenstände. Diese sind wie die gesamte Pflanze eher unauffällig.

Überall zu finden
Der Standort des Beifuss findet sich an Wegrändern und auf brachliegenden Flächen. Die Pflanze besiedelt Gelände, auf dem sich noch keine dichte Wiesenflora bilden konnte. Sie ist in ihrem Gesamteindruck wenig auffällig, sticht aber wegen ihrer Größe hervor. Wo Beifuss sich wohlfühlt, wächst er in großer Zahl. Das Erntegut der Pflanze sind die Triebspitzen vor dem Aufblühen der Blütenkörbchen. Das Sammeln ist von Juni bis Oktober möglich. Wichtig ist es, Pflanzen von Standorten zu wählen, die weit von stark befahrenen Straßen entfernt sind und nicht durch Dünge- oder Spritzmittel verunreinigt sind.

Kraut für Frauen
Als Heilpflanze ist diese Pflanze heute in Vergessenheit geraten, in früheren Zeiten jedoch war sie ausgesprochen beliebt und fand eine Reihe von Anwendungen. War die Pflanze im alten Ägypten wichtiges Utensil bei Ritualen, erkannten die alten Griechen und Römer ihren Wert in der Frauenheilkunde. Vor allem bei schwierigen Geburten leistete sie wertvolle Dienste, denn der Beifuß fördert die Wehen und sorgt für einen schnelleren Ablauf. Diese Fähigkeiten des Krautes waren bis ins Mittelalter hinein bekannt und geschätzt. In der heutigen Heilkunde kommt die Pflanze kaum noch vor. Wermut, ein verwandtes Kraut, das ähnliche Inhaltsstoffe in stärkerer Dosierung hat, hat sie verdrängt.

Warm und stärkend
Traditionell gibt der Beifuss Kraft. Nicht nur Frauen können von dieser Eigenschaft profitieren, auch Männer können die Stärke des Krautes nutzen. So sagt die Überlieferung, dass der Gott Thor einen Gürtel aus Beifuss getragen hat, der seine an sich schon beeindruckende Körperkraft weiter verstärkt hat. Dieses Schmuckstück lässt sich aus den langen, biegsamen Stielen der Pflanze leicht flechten, dies geschieht am Sonnwendtag, dem 21.Juni.
Beifuß ist eine ausgezeichnete Räucherpflanze. Es gibt sogar Quellen, die die häufige Verwendung von verschiedenen Salbeiarten auf einen Übersetzungsfehler zurückführen: Eigentlich verwendet hätten die Ureinwohner Amerikas Beifusspflanzen. Die Wurzel stärkt in Form eines Amuletts, Tees reinigen Ritualgegenstände. Die Pflanze stärkt und schützt vor Krankheiten und negativen magischen Einflüssen.
Es ist sinnvoll, den Beifuss wie andere Heilpflanzen nicht zu lange einzunehmen, die Pollen können Allergien hervorrufen.

1 Kommentar

  1. Veröffentlich von Wolfskrieger Walschamane am 11. April 2015 um 12:13

    Und das Räuchern mit Beifuß kann zu Halluzinationen führen. Wie das die Tiere im Stall am 25.Dezember sprechen können. Räuchert einmal einen Stall mit Starken Beifuß gründlich aus, und wundert euch nicht wenn euch wer oder was anspricht.
    Lg. Waldschamane.

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