Ahorn

Ahorn

Bildquelle: Tobias Bräuning / pixelio.de

Der Ahorn ist ein großer Waldbaum der weltweit in rund 200 Arten vorkommt. In Mitteleuropa sind der Feldahorn, der Spitzahorn und in höheren Lagen der Bergahorn beheimatet. Typisch für alle drei Vertreter sind die lappigen, wie eine Hand geformten Blätter, die beim Bergahorn sehr groß, beim Feldahorn eher gedrungen ausgebildet sind, sowie die geflügelten Früchte. Wertvoll ist das Ahornholz, das für die Möbelproduktion verwendet wird, aber auch für die Herstellung einzigartiger Musikinstrumente wie Stradivari-Geigen zum Einsatz kommt.

Heilpflanze und Nahrungsmittel

Als Heil- und Küchenpflanze nutzen Menschen den prachtvollen Baum seit Jahrhunderten. Die Keimlinge, die in guten Jahren in großen Mengen unter alten Ahornbäumen aufgehen, eignen sich roh verzehrt als Salatzutat und verfügen über einen würzig-frischen Geschmack. In der Heilkunde sind die Frische und Kühle der Pflanze hochgeschätzt. Hildegard von Bingen setzte den Ahorn wegen seiner trockenen Kühle gegen Fieber ein.

Vor allem der Spitzahorn kommt bei uns zum Einsatz, allerdings sind die Inhaltsstoffe aller drei heimischen Ahornarten sehr ähnlich. Die Menschen nutzen Keimlinge, junge und ausgewachsene Blätter, junge Triebe, die Früchte, die Rinde sowie das Ahorn-Wasser, das durch Anbohren der Rinde gewonnen wird. Für das Sammeln eignen sich Bäume, die weitab von Straßen oder anderen Verschmutzungsquellen wachsen.

Kühlender und trockener Ahorn

Die Qualität des prächtigen Waldbaums ist kühlend und trocken. Unsere Vorfahren haben Teile des Ahorns gegen Fieber eingesetzt, zerkaute Blätter dienen direkt auf die Haut gelegt als erste Hilfe bei Insektenstichen. Die Inhaltsstoffe (vor allem die enthaltenen Gerbstoffe) sollen bei Geschwüren, Prellungen und schweren Beinen helfen.

Blätter, Triebe, Rinde und junge Früchte des Ahorns dienen sowohl als Nahrung wie auch als Heilmittel. Vor allem die jungen Blätter und Keimlinge waren bei unseren Vorfahren in der Küche sehr willkommen, denn sie brachten ihren frischen, würzigen Geschmack in verschiedene Speisen. Die voll ausgebildeten Blätter schmecken herb und sind wegen des höheren Gehalts an wertvollen Inhaltsstoffen besser für Heilanwendungen geeignet.

Begleiter bei Prozessen des Loslassens

Der heitere, lichte Charakter des Ahorns trägt die Kraft in sich, die Neuerungen und damit verbundenes Loslassen von Altem begünstigt. Der kräftige und dennoch luftige Baum hilft, Gedanken zu klären und unterstützt die Selbstfindung. Schreckhaften Menschen kann die Ahorn-Qualität mehr Sicherheit geben. Im Einflussbereich eines Ahorns besteht die Möglichkeit, die eigene Verbindung zu höheren Wesen zu stärken, der Baum steht für Freiheitsliebe und Willensstärke.

Der Ahorn ist seit Alters her ein hochgeschätzter Beschützer, er soll unter anderem Sicherheit vor Blitzschlag gewähren. Traditionell erfolgte das Fällen von Ahornbäumen nur unter Einhaltung bestimmter Rituale, die zum Teil noch heute zum Einsatz kommen.

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